Die Ostsee 

ist ein Arm des Atlantischen Ozeans in Europa. Sie hat sowohl für den Tourismus als auch für die Wirtschaft der Anrainerländer große Bedeutung. Auch ihr Einfluss auf das Klima ist immens. Die Ostseeküsten in Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Schweden, Deutschland, Polen und Russland bilden zusammen die Ostsee-Region. In den meisten dieser Staaten hat sich die Bezeichnung „Ostsee“ in der jeweiligen Landessprache als Name für das Meer durchgesetzt, während in englischsprachigen Ländern von der „Baltic Sea“ die Rede ist.

T ourismus an der Ostse​e

Der Badetourismus boomt an der Ostsee ebenso wie der Kurbetrieb, wobei die meisten Gäste vom Frühjahr bis Herbst an die Ostsee reisen und der Schwerpunkt des Touristentrubels auf der Hauptsaison liegt. Das ist vor allem dem Klima und der Wassertemperatur geschuldet. An der Ostsee bläst meist ein frischer Wind und die Wassertemperaturen laden nur während des Hochsommers zum Baden ein. Dafür werden viele Ostseeorte ganzjährig mit reichlich Sonne verwöhnt. 

Für Hobbys wie Segeln, Surfern oder Hochseeangeln bietet die Ostsee beste Bedingungen. Auch Radfahren, Wandern und Reiten gehören zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen an den Ostsee. Wem Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen besonders wichtig sind, der sollte unter den größeren Ostseestädten wählen, von denen wir einige im nächsten Abschnitt vorstellen.

Wichtige Städte an der Ostsee

Wer sich für einen Urlaub an der Ostsee entscheidet, der fährt meist in eins der schönen Ostseebäder. Das sind hübsche kleine Orte mit traditioneller Bäderarchitektur und, je nach Lage,  ruhigem oder buntem Strandleben. Außerdem gibt es in der Ostsee-Region einige überregional bekannte Städte mit eigenem Hafen, die ihre Gäste mit vielen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten locken. Einige davon sind auch als Heilbäder bekannt. Zu den wichtigsten Städten an der Ostsee zählen:

  • Danzig in Polen,
  • Gdynia in Polen,
  • Haapsalu in Finnland,
  • Helsinki in Finnland
  • Jūrmala in Lettland,
  • Kaliningrad in Russland, 
  • Kiel in Deutschland,
  • Klaipėda in Litauen,
  • Kopenhagen in Dänemark,
  • Kuressaare in Estland,
  • Kärdla in Estland,
  • Liepāja in Lettland, 
  • Lübeck in Deutschland, 
  • Luleå in Schweden, 
  • Mariehamn in Finnland, 
  • Oulu in Finnland, 
  • Paldiski in Estland, 
  • Pärnu in Estland, 
  • Riga in Lettland, 
  • Rostock in Deutschland, 
  • Sankt Petersburg in Russland, 
  • Stockholm in Schweden und 
  • Ventspils in Lettland.

Beliebte Ostseeinseln

Die Ostseeinseln zählen zu den beliebtesten Reisezielen der Ostseeländer. Dabei ist die Liste der Ostseeinseln lang, vor allem wenn man die vielen Eilande und Schären berücksichtigt, deren Namen kaum jemand kennt. Jedes Land an der Ostsee hat seine Urlaubsfavoriten, die wir Ihnen kurz vorstellen möchten. 

Ostseeinseln in Dänemark

Auf der größten dänischen Ostseeinsel, Seeland, thront die Hauptstadt Kopenhagen. Zusammen mit Fünen, einer weiteren dicht besiedelten dänischen Insel, trennt sie die Ostsee vom Kattegat. Durch die Öresundbrücke und den Drogdentunnel gelangt man von Seeland aus bequem nach Südschweden. Auf beiden Inseln gibt es viel zu sehen und erleben. 

Badeurlauber zieht es häufig auf die Insel Bornholm, die 150 Kilometer südöstlich von Kopenhagen liegt. Beste Verhältnisse für den Wassersport herrschen auch auf den größeren Inseln Lolland, Falster, Møn, Langeland, Ærø und Alsen in der dänischen Südsee. 

Ostseeinseln in Deutschland

In Deutschland ist vor allem die Insel Rügen ein echter Touristenmagnet mit vielen idyllischen Orten mit traditioneller Bäderarchitektur, die auch auf Usedom verbreitet ist. Usedom teilt sich in einen deutschen und einen polnischen Teil. Beide sind bei Badeurlaubern sehr beliebt. Sowohl auf Rügen als auch auf Usedom können sich Urlauber auf breite Sandstrände und Sonne satt freuen. 

Sehr entspannt geht es auf der Rügen vorgelagerten Insel Hiddensee zu. Die autofreie Insel verspricht Ruhe und Erholung in schönster Natur. Auf Hiddensee finden sich Naturfreunde ein, die das 19 km²-Inselchen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erobern wollen. Da die Anzahl der Unterkünfte begrenzt ist, muss man keinen Massentourismus befürchten. 

Viele Naturstrände gibt es auf der Insel Poel in der Wismarer Bucht, wo man auch sehr gut Vögel beobachten kann. Westlich von Rügen erstreckt sich Ummanz, ebenfalls eine Naturschönheit und mehr ein Geheimtipp als Touristenmagnet. 

Fehmarn ist eine weitere reizvolle deutsche Ostseeinsel. Die drittgrößte deutsche Ostseeinsel liegt vor der Halbinseln Wagrien in der Lübecker Bucht. Auch auf Fehmarn findet man wunderschöne Sandstrände und Naturschutzgebiete. 

Ostseeinseln in Estland 

Estland hat mit der Insel Saaremaa (Ösel) die größte Insel des Baltikums auf seinem Territorium. Ihr folgt flächenmäßig Hiiumaa (Dagö). Überhaupt ist Estland ein echtes Inselparadies. Stolze 2222 Inseln und Eilande zählt man in den estnischen Gewässern, darunter die bekannteren Inseln Vormsi, Kihnu, Ruhnu, Muhu, Naissaar und Vilsandi. Insgesamt sind allerdings nur 19 davon bewohnt und touristisch nutzbar. 

Wie auch in anderen Ländern gibt es auf den estnischen Ostseeinseln Orte mit hübscher Bäderarchitektur. Naturfreunde wählen vor allem die Inseln Saaremaa und Muhu wegen ihrer vielfältigen Fauna und Flora und der Naturschutzgebiete als Urlaubsziel. Hier kann man Vögel beobachten und mit Glück sogar wilde Orchideen entdecken. Es gibt Naturlehrpfade und viele Möglichkeiten zum Baden, Erholen und Entspannen.

Ostseeinseln in Lettland  

Lettland hat nur eine Ostseeinsel und diese ist als Leuchtturminsel künstlich erschaffen worden. Sie befindet sich wenige Kilometer vor Kap Kolka. Für den Ostseeurlaub in Lettland empfehlen wir hingegen schöne Badeorte auf dem Festland wie Jūrmala mit seinen hölzernen Jugendstilvillen am Meer und dem herrlichen Sandstrand oder  Liepāja und Ventspils, wo sogar die blaue Flagge weht, die für eine gute Qualität des Wassers und der Strände bürgt.

Ostseeinseln in Litauen

Direkt im offenen Ostseemeer besitzt Litauen keine Insel. Dafür liegen im Kurischen Haff die Inseln Kiaulės Nugara (dt.: „Schweinerücken“) bei Klaipėda, außerdem Rusnė und etliche andere im Memeldelta. Am besten setzt man zur Kurischen Nehrung mit der Fähre ab Klaipėda über. Der Aufwand bei der Anreise lohnt sich, zumal die Gastgeber teilweise beim Transfer ab Flughafen oder Fähre helfen. An der Kurischen Nehrung wartet ein wahres Naturidyll mit den längsten naturbelassenen Sandstränden, prächtigen Dünen und ausgedehnten Kiefernwäldern auf Gäste. Hier ist Natur noch Trumpf und bietet viele Möglichkeiten zur aktiven Erholung und Freizeitgestaltung. 

Ostseeinseln in Polen

Aufgrund der geografischen Nähe wird die polnische Ostseeküste immer interessanter für deutsche Urlauber. Zu den beliebtesten Zielen gehört die Insel Usedom, die sich Polen mit Deutschland teilt. Dort lockt vor allem die Hafenstadt Swinemünde (Świnoujście) mit ihrem sehr breiten, feinen Sandstrand und den schönen Kuranlagen. Zwar ist noch nicht der ganze Ort herausgeputzt, aber der Kurteil kann sich sehen lassen, vor allem auch preislich. Ein weiteres schönes Ziel ist Wollin. Im  Stettiner Haff gibt es zudem viele kleinere Inseln.

Ostseeinseln in Russland

Vor Sankt Petersburg liegt die Insel Kotlin, die historisch Interessierten als Kronstadt durch die Festung bekannt ist. In der Nähe des Leuchtturms Tolbaaken befindet sich die Hafeneinfahrt.  

Ostseeinseln in Schweden

Auch die schwedischen Ostseeinseln, allen voran Gotland, Öland und die vielen Schären sind bei Urlaubern sehr beliebt. Die Inselhauptstadt Visby gehört sogar zum Weltkulturerbe, wie auch die Landschaft im Süden Ölands.

Während Öland vor allem als traditionelles Urlaubsziel der königlichen Familie Schwedens berühmt wurde, lockt Gotland mit seinem besonders milden Klima viele Bade- und Radtouristen an. Ein Highlight ist alljährlich das Mittelalterfest in Visby, das größte seiner Art im Norden. Touristen finden an den Ostseestränden der einzelnen Länder sowohl mondäne Badeorte mit der typischen Bäderarchitektur und hochklassigen Unterkünften als auch kleine Orte mit ursprünglichem Charme, die sich vor allem an Naturverbundene richten.  

EU-Strategie für die Ostseeregion – EU-Strategy for the Baltic Sea Region (EUSBSR) 

Die Ostsee hat aber nicht nur touristische, sondern auch eine immense wirtschaftliche Bedeutung. Auf ihr verlaufen wichtige Schiffsrouten, auf denen sich nicht nur Kreuzfahrer und Fähren, sondern auch Containerschiffe zwischen den Ländern bewegen. Um die Wege abzukürzen, wurden an der Ostsee künstliche Wasserstraßen wie der  Nord-Ostsee-Kanal  und der Weißmeer-Ostsee-Kanal geschaffen. 

 Der Schiffsverkehr ist wichtig, aber für das natürliche Gleichgewicht des Meeres auch gefährlich. Gleiches trifft auf die Fischerei zu, die in der Ostsee reichlich betrieben wird. Um einerseits den Wohlstand der Anrainerstaaten zu steigern und die Regionen sinnvoll miteinander zu verbinden, andererseits aber auch das Meer zu retten, wurde die EU-Strategie für die Ostseeregion, englisch EU Strategy for the Baltic Sea Region (EUSBSR), ins Leben gerufen.

 Dabei erarbeiten die am EUSBSR beteiligten Länder Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden gemeinsame Strategien und Maßnahmen zur Förderung des Ostseeraums. Sowohl mit der europäischen Kommission als mit den EU-Nachbarn Russland, Island, Norwegen und Weißrussland arbeiten sie dabei eng zusammen. Diese übergreifende Strategie ermöglich es, dass Synergien und Finanzierungsquellen besser genutzt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Strategien nachhaltig wirken, um Tourismus und Umwelt noch besser in Einklang bringen. 

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Fotos: Pixabay